aktuelle Medienmitteilung
Luzern, 9. März 2010
Erneut Polizisten im Dienst angegriffen
Schon wieder! Erneut berichten zwei Korps über sinnlose Gewalt gegen die Polizei. Diesmal traf es einen Polizisten in Nyon, der auf einem Kontrollgang bei einer Firma, die schon lange mit den Behörden im Streit lag, tätlich angegriffen und am Kopf verletzt wurde. Die Wunde musste mit mehreren Stichen genäht werden. Der zweite Fall ereignete sich ebenfalls in der Westschweiz. In Echallens wollte die Polizei einen verhaltensauffälligen Betrunkenen festnehmen, worauf dieser äusserst aggressiv wurde und brutal auf die Polizisten einschlug. Einer der Beamten trug Verletzungen am Knie und am Unterleib davon und musste arbeitsunfähig geschrieben werden. Der Verband Schweizerischer Polizeibeamter VSPB ist alarmiert über die Gewalt-Entwicklung, die auch in der Schweiz bald das Ausmass von Deutschland erreicht. Jeden Tag treffen neue Meldungen ein. Die steigende Gewaltrate gegen Polizisten beunruhigt VSPB-Generalsekretär Max Hofmann. «Ein rasches Umdenken bei den Justizdepartementen ist notwendig und den Polizeimitarbeitenden ist endlich der nötige Schutz zu gewähren. Harte, unumgängliche und spürbare Strafen sind bei solchen Straftaten auszusprechen. Die Politik muss handeln, und zwar rasch!», fordert er. Der VSPB mit seinen über 23‘000 Mitgliedern in der ganzen Schweiz hat dies bereits getan und lancierte kürzlich eine entsprechende Petition. Darin verlangt der Verband die Wiedereinführung von kurzen Haftstrafen, die Erhöhung der Mindeststrafe bei Gewalt und Drohung gegen Beamte und eine Verdoppelung des Strafmasses bei Wiederholungstätern.

